Über Dankbarkeit und Gefühle der Hilflosigkeit...


Am Mittwoch wurde mein Sohn auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten angefahren. Ein Autofahrer hatte ihn beim rechts abbiegen auf eine Auffahrt übersehen, als mein Sohn auf dem Bürgersteig mit dem Fahrrad unterwegs war. Mein Mann musste den Unfall hilflos mitansehen. Er informierte mich kurz telefonisch mit 2 Sätzen und legte auf. Ich hörte den Krankenwagen die Hauptstraße hochfahren. Es war schrecklich...alles spielte sich ab wie im Film und wir konnten nur hilflos zusehen. Und genau an dem Punkt hängen meine Gedanken seit dem wie bei einem Systemabsturz fest. Wir konnten alles nur hilflos mitansehen und hätten den Unfall nicht verhindern können.

 

Wenn ich mich zurückerinnere, begann das Bedürfnis unsere Kinder zu beschützen schon bevor sie überhaupt geboren waren. Als Eltern kauften wir vor der Geburt des ersten Kindes die beste Babyschale...safety first. Wir haben mit unseren mittlerweile 3 Kindern alle Vorsorgeuntersuchungen gewissenhaft besucht, uns über Impfpläne den Kopf zerbrochen und den Schul-/Kindergartenweg hundert Mal durchgesprochen und geübt. Und doch kam es am Mittwoch zu diesem Unfall, der uns mal wieder klar machte, dass wir unsere Kinder nicht komplett beschützen können. Meinem Kleinen geht es übrigens gut und die Schmerzen der Prellungen werden in einigen Tagen vergessen sein...meine Angst bleibt.

Ich kann nichts anderes tun, als Gott darum bitten auf meine Kinder Acht zu geben und jeden Tag dankbar zu sein, wenn sie abends gesund & müde im Bett liegen. Ich möchte dieser Dankbarkeit in meinem Denken mehr Raum geben als den Ängsten. Ich möchte meine Kinder zur Selbstständigkeit erziehen und sie nicht durch meine Ängste fesseln. Da habe ich einiges vor...

 

Der kleine Strahlemann von den Bildern hat in seinem kurzen Leben leider auch schon viel erleben müssen. Was müssen seine Eltern um ihn gebangt haben in diesen Wochen im Krankenhaus und wie dankbar sind sie nun für diesen kleinen Sonnenschein.

Dienstag durfte ich ihn kennenlernen und wir haben bei ihm zu Hause in seiner gewohnten Umgebung ein tolles Shooting durchgeführt.

Vielen Dank an die lieben Eltern, das ich die Bilder hier zeigen darf!



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